Es war eine dieser Nächte, in denen alles zu still war. Kein Wind. Kein Auto. Nicht einmal das leise Summen der Straßenlaternen draußen. Nur die digitale Uhr auf meinem Nachttisch, die unaufhörlich tickte.
3:16.
Ich starrte an die Decke und versuchte einzuschlafen, als plötzlich ein Geräusch die Stille durchschnitt.
Klopf.
Ich setzte mich auf. Mein Herz begann schneller zu schlagen. Ich lauschte. Vielleicht hatte ich mir das nur eingebildet.
Dann wieder.
Klopf. Klopf.
Diesmal kam es eindeutig von meiner Zimmertür.
„Hallo?“, rief ich vorsichtig.
Keine Antwort.
Ich stand auf und ging langsam zur Tür. Mit jeder Bewegung knarrte der Boden unter meinen Füßen. Meine Hand zitterte, als ich den Türgriff herunterdrückte und die Tür aufschob.
Der Flur war leer. Dunkel. Still.
Ich atmete erleichtert aus und wollte gerade zurück ins Bett gehen, als ich bemerkte, dass die Haustür unten offenstand. Ich war mir sicher gewesen, sie abgeschlossen zu haben.
Langsam ging ich die Treppe hinunter. Jeder Schritt fühlte sich schwer an, als würde mich etwas zurückhalten wollen. Unten angekommen, wehte ein kalter Luftzug durch den Flur.
Die Haustür stand sperrangelweit offen.
„Ist da jemand?“, fragte ich leise.
Nur Stille antwortete mir.
Ich trat näher zur Tür, bereit sie zu schließen, als ich plötzlich hinter mir Schritte hörte.
Langsam. Schleifend.
Ich drehte mich um – aber da war niemand.
Mein Atem ging schneller. Ich griff nach der Türklinke, doch bevor ich sie schließen konnte, fiel mein Blick auf den Spiegel im Flur.
Darin stand jemand.
Direkt hinter mir.
Eine dunkle Gestalt. Groß. Regungslos.
Ich wirbelte herum.
Nichts.
Als ich zurück in den Spiegel sah, war die Gestalt näher gekommen.
Jetzt konnte ich erkennen, dass sie mich anstarrte… mit einem breiten, unnatürlich langen Grinsen.
Ich wollte schreien, doch kein Ton kam heraus. Mein Körper fühlte sich plötzlich schwer an, wie festgefroren.
Langsam hob die Gestalt eine Hand… und klopfte von innen gegen den Spiegel.
Klopf. Klopf.
In diesem Moment begann meine Uhr oben im Schlafzimmer laut zu piepen.
3:17.
Das Licht im Flur flackerte.
Und als es wieder anging… stand die Haustür hinter mir geschlossen.
Der Spiegel war leer.
Doch seit dieser Nacht höre ich jeden Tag um 3:17 dieses Klopfen.
Und es kommt nicht mehr von der Tür.
Es kommt aus meinem Kleiderschrank.
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